Berliner Meisterköche 2018

Die „Berliner Meisterköche“ des Jahres 2018 stehen fest und wurden heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die Vorstellung übernahm, wie in den letzten Jahren auch, Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der Jury „Berliner Meisterköche“. Ihm zur Seite standen Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner und Lukas Breitenbach, Pressesprecher von Berlin Partner.

v.l.n.r: Lukas Breitenbach, Dr. Stefan Franzke, Dr. Stefan Elfenbein (© Bernhard Steinmann)

Seit 1997 zeichnet Berlin Partner jährlich die besten Köche der Hauptstadt aus. Mit der Ehrung der Berliner Meisterköche profiliert Berlin Partner die gehobene Restaurantkultur und die Vielfalt der Gastronomieszene der Hauptstadt als wichtigen Wirtschaftsfaktor und Aushängeschild der Stadt. Mehr als 130 Köche und Gastronomen wurden bisher in den verschiedenen Kategorien der Berliner Meisterköche ausgezeichnet. Zu den ehemaligen Preisträgern gehören unter anderem Sebastian Frank, Tim Raue und Markus Semmler.

Nun zu den Preisträgern:

Das „Berliner Szenerestaurant 2018“ ist in diesem Jahr die „TISK Speisekneipe“.

Martin Müller und Kristof Mulak  (© Bernhard Steinmann)

Aus der Begründung der Jury: „Zwei Berliner Jungs erzählen eine Geschichte vom Suchen und Finden der neuen Berliner Küche. Der eine war vorher Souschef bei Tim Raue, der andere Sieger bei der Koch-Casting-Show ‚The Taste‘. Im Rollberg-Viertel haben Martin Müller und Kristof Mulack Berlins erste Gourmet-Eckkneipe und Neuköllns neuen Hotspot Nr. 1 eröffnet. Neben den Kneipenklassikern wie den ‚janzen Broiler‘, Berliner Senfei oder Mettstulle gibt es auch modern Interpretiertes aus Altberlin und in Menüform.“

Der erste „Berliner Kiezmeister 2018“ ist Rogacki aus Charlottenburg.

Dr. Elfenbein und Dietmar Rogacki (© Bernhard Steinmann)

Dietmar Rogacki hat es bestimmt verdient, für sein Feinkostgeschäft und die Fischräucherei geehrt zu werden. Auch ich finde den Weg dorthin.

Allerdings ist die Rubrik „Berliner Kiezmeister“ meiner Meinung nach schon etwas gewöhnungsbedürftig. Berlin, die weltoffene Stadt, die sich so gerne mit den großen Metropolen der Welt in einem Atemzug nennen möchte, fällt mit so einer Bezeichnung in die tiefe Provinz und Region zurück. Das, meine Damen und Herren von der Jury, können Sie besser.

Der „Berliner Meisterkoch 2018“ ist Daniel Achilles aus dem Restaurant „reinstoff“.

Daniel Achilles (© Bernhard Steinmann)

Achilles, der bei Juan Amador in Langen gearbeitet hat bevor er nach Berlin kam, erhält die Ehrung zweifelsohne berechtigt, aber in schwieriger Zeit.

Das „reinstoff“ wird zum Ende des Jahres schließen. Somit bleibt die Hoffnung auf ein neues Engagement des begabten Koches in Berlin.

Der Titel „Aufsteiger des Jahres 2018“ geht an Nicholas Hahn vom „Restaurant am Steinplatz“.

Nicholas Hahn (© Bernhard Steinmann)

Aus der Begründung der Jury: „Klassische Basis, dazu Top-Produkte und alles lustvoll frisch präsentiert. Foie gras au torchon, die im Tuch gegarte Gänseleberpastete, reicht unser ‚Aufsteiger des Jahres 2018‘ mit südamerikanischer Yacón-Wurzel vom Bauern aus Mecklenburg, gehäuteter und vergoldeter Walnuss, schwarzen Johannisbeeren und Eis aus den Beerenstielen.“

Hahn war einst Souschef bei Matthias Diether im „first floor“.

In der Kategorie „Berliner Gastgeber 2018“ ist die Wahl der Jury auf André Macionga aus dem „Restaurant Tim Raue“ gefallen.

v.l.n.r.: Dr. Elfenbein, André Macionga, Dr. Franzke (© Bernhard Steinmann)

Hier zitiere ich mich einfach selbst:

April 2018:

Die Verlässlichkeit in Person ist Restaurantleiter und Sommelier André Macionga. Ein Ruhepol im Restaurant und kundiger Weinberater.

Juni 2017:

André Macionga hat uns erneut mit seiner Weinbegleitung verwöhnt. Der Service, von ihm kaum merklich dirigiert, ist professionell und freundlich wie eh und je.

Mai 2016:

Die Weinbegleitung von André Macionga, so schwierig die Aufgabe auch ist, ist sehr gelungen. Die Weine passen zu den Speisen und, was eigentlich noch viel komplizierter ist, sie passen auch zum Gast. Chapeau!

Das sollte reichen.

Soweit die Ehrungen. Oh, fast vergessen. Ein bisschen Glanz muss noch her. Kaum einer eignet sich dafür besser als Billy Wagner, brutal lokaler Gastronom, ehemaliger oder vielleicht noch immer bekanntester Hipster der Stadt.

Billy Wagner, „Nobelhart & Schmutzig“, ist „Gastronomischer Innovator 2018“.

Billy Wagner (© Bernhard Steinmann)

Na dann, herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!

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