Chefdays Deutschland 2017

Das Warten hat ein Ende. Am Vormittag starteten die Chefdays 2017 erstmals in Berlin. Das kulinarische Networking mit einen einzigartigem Programm hat Rolling Pin CEO und Founder Jürgen Pichler nach Berlin exportiert. Wie er mir in einem Gespräch versichert hat, soll es nicht bei einem einmaligen Ereignis bleiben.

Deutschlands neuestes Foodsymposium präsentiert Vorträge und Cooking-Demonstrations von Top-Speakern aus der ganzen Welt und sogenannte Masterclasses, immer dann, wenn auf der Hauptbühne gerade mal nichts los ist. Thema der Masterclasses ist die „neue deutsche Küche“. Und während sich nun alle auf die Chefdays-Party stürzen, sitze ich am PC und arbeite, um Ihnen zumindest einen kleinen Eindruck aus den heutigen Ereignissen zu ermöglichen.


Jürgen Pichler

Pünktlich um 10:15 Uhr eröffnete Jürgen Pichler die Chefdays 2017 und der erste Star-Speaker durfte seine Philisophie und Kochkunst vorstellen.
Es handelte sich um Rasmus Kofoed aus dem Kopenhagener Restaurant Geranium, ausgezeichnet mit drei Michelinsternen und derzeit Nr. 19 der „The World´s 50 Best Restaurants 2017“.


Rasmus Kofoed

Seine Küche ist „sinnlich“ und „grün“, was unschwer auf einen vegetarischen Schwerpunkt verweist. Weltweit berühmt wurde diese Art der Küchenphilosophie unter dem Begriff „New-Nordic-Food“, lange bevor „brutal lokal“ Gäste in Berliner Restaurants lockte.
Kofoed gelang das Kunststück beim Bocuse d`Or Bronze, Silber und Gold zu gewinnen. Ein tolles Alleinstellungsmerkmal.


Dani Garcia

Dani Garcia aus Marbella, Sternekoch mit zwei Michelinsternen war der nächste. Er ist ein Wandler zwischen Tradition und Avantgarde. Er hat für seine Präsentation eines seiner Signature-dishes ausgewählt, die Nitrotomate. Diesmal jedoch als süße Variante, ein Dessert. Wie es sich für einen Avantgardisten gehört, wird bei dieser Kreation mit Stickstoff gearbeitet.


Nitrotomate


Jonny Lake

Der in Kanada geborene Jonny Lake wirkt auf mich eher wie ein Wissenschaftler und weniger als Koch. Kein Wunder, schließlich studierte er Physik und Biologie in Montreal, bevor es ihn in die Küche verschlug. Er leitet die Versuchsküche des Avantgardisten Heston Blumenthal und ist Küchenchef im berühmten „Fat Duck“ in Bray, ausgezeichnet mit drei Michelinsternen.

Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Großveranstaltungen, bei denen so viele Menschen teilnehmen und man ständig irgendjemandem im Weg steht. Dass ich hier und heute eine Ausnahme mache liegt an zwei Dingen. Erstens hatte ich hohe Erwartungen an das Format von Rolling Pin, die auch tatsächlich erfüllt wurden und zweitens wollte ich unbedingt den nächsten Speaker kennenlernen: Vladimir Mukhin aus Moskau.


Vladimir Mukhin mit Muschel.

Mukhin ist ein Suchender auf den Spuren des verlorenen geglaubten kulinarischen Erbes von Russland. Diesen Eindruck gewinnt man bereits, wenn man auf Netflix den Beitrag über ihn und sein Moskauer Restaurant „White Rabbit“ in der Serie „Chef´s Table“ gesehen hat.

Zwei seiner heute vorgestellten Kreationen habe ich in Bildern festgehalten.


Muschel „natur“
eingepinselt mit einer Lake von eingelegtem Schwarzbrot


Schwarzbrot, Lardo und Kaviar

Zum besten Koch Deutschlands wurde erneut Joachim Wissler aus dem Vendôme in Bergisch Gladbach gekürt.

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