Ein Hamster macht, was ein Hamster macht

oder:

Ein Pfannnengericht

Liebe Leserinnen und Leser, dies ist kein Restaurantbericht. Es ist überhaupt kein Bericht. Es sind zwei Geschichten in einem Text.

Hamstern. 

Hamster sind eine zu den Wühlern gehörende Unterfamilie der Mäuseartigen.

In freier Natur halten sie Winterschlaf und müssen, da sie nicht durchschlafen, Essen horten. Auch im heimischen Käfig stopft er sich die Backentaschen voll. Liebgewonnene Gewohnheiten legt man nicht so schnell ab.

Meine Frau und ich haben nicht gehamstert, sondern Zucchini, Karotten, Kichererbsen, Lauch und Auberginen gekauft und geschnibbelt. Die Mengenangaben sind unerheblich. Das kommt halt auf den Hunger an.

Während derzeit die Supermarktregale leergeräumt werden, warnen schlaue „Experten“ davor, sinnloses Hamstern zu unterlassen. So muss der unschuldige Mäuseartige, wie wir gelernt haben, dazu herhalten, menschliches Tun zu beschreiben oder gar abzulehnen.

Wie sinnlos das Leeren der Regale tatsächlich ist, mag allerdings nicht einfach zu beurteilen sein. So mancher Kunde fühlt sich vielleicht völlig zu Recht in einer Notlage.

Zwischenzeitlich haben wir noch zwei Eier und Haferflocken in unser Gemüse gemischt, damit das Ganze etwas bindet.

Gegart wird in der Pfanne, so etwa 15 Minuten.

In der Krise, die COVID-19 über die Menschheit ausgebreitet hat, verbietet es sich ohnehin schnelle Antworten oder Einschätzungen abzugeben, was das Handeln unserer Mitmenschen betrifft. Verständnis und Hilfsbereitschaft, zwei in den letzten Jahren eher verborgene Tugenden, sollten eine Wiedergeburt feiern.

Nun ist unser „Pfannen-Gemüse-Bratling“ fertig. Wir geben noch ein paar Kartöffelchen dazu, damit es nicht nur schmeckt sondern auch sättigt.

Bleiben Sie gesund.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen