Hoffnung

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Anfang des Jahres auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von „Transformationen von gigantischem historischem Ausmaß“ gesprochen. Diese Transformation heißt im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen. Man müsse zu neuen Wertschöpfungsformen kommen. 

Was für die Klimapolitik gedacht war, scheint derzeit auf erschreckende Art und Weise am Horizont aufzutauchen. Die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen, ist das Gebot der Stunde. Deshalb zielen derzeit sämtliche Anstrengungen von Regierung, Behörden und des Gesundheitssystems darauf ab, die rasante Zunahme täglicher Neuinfektionen zu verlangsamen.

Während ich diese Zeilen schreibe erreichen mich Meldungen, dass Bund und Länder sich auf eine Kontaktsperre geeinigt haben.Das Kontaktverbot kennen wir beispielsweise aus § 1 Gewaltschutzgesetz – GewSchG.

Nun also ein Kontaktverbot im Kampf gegen das Coronavirus. Im Kern handelt es sich also nicht um ein Ausgehverbot, sondern um eine Begrenzung der Anzahl von Menschen, die gemeinsam unterwegs sind. Zwei Personen, mehr ist nicht erlaubt. Bleibt zu hoffen, dass dies hilft und die Zeit der starken Beschränkungen nicht allzu lange dauert.

Ein Versuch alle Facetten der Krise zu beleuchten führt zwangsläufig zur Überforderung. Daher möchte ich mich lieber auf vertrautem Weg bewegen und beim Thema Gourmet und Restaurant bleiben.

Viele Branchen leiden unter den derzeitigen Umständen.

Auch die Gastronomie leidet unter der Krise und ich bin nicht sicher, ob nach einer Beruhigung der Lage wieder alles so wird wie es war.

Nun komme ich zum eigentlichen Zweck dieses Artikels. Ich möchte Hoffnung verbreiten, Hoffnung zu den schönen Dingen des Lebens zurückzukehren, zu liebgewonnenen Gewohnheiten, zu denen für meine Frau und mich die Restaurantbesuche gehören.

Hier vermissen wir so vieles. Alles kann ich nicht aufzählen, doch an ein paar, mir besonders in Erinnerung gebliebener Gerichte, möchte ich jetzt gerne erinnern.

Gebratener Atlantik Merluza mit roh mariniertem Fenchel, Meeressalat und Wacholder-Aufguss von Thomas Schanz, Piesport.

Loch Duart Lachs, Gurke, Macadamia, Sauerrahm, Mango & Dill von Jan Hartwig, Restaurant Atelier, München.

Avocado, geröstet, mit Koriandertapioka, Erbsenmiso, Zitrone von Nils Henkel, Schwarzenstein.

Zander a la Bordelaise, gratiniert, Beurre Rouge, Mangold, Petersilienwurzel von Alexander Hohlwein, Restaurant 360 Grad, Limburg.

Rehrücken mit Walnuss-Pfefferkruste,fermentierte Blaubeeren, Sherryessig-Hollandaise und Rosmarinjus von Kevin Fehling, Table, Hamburg.

Und zum Abschluss ein Dessert:

Quitte Macadamia Nougat, Passionsfrucht

von Tim Raue aus dem gleichnamigen Restaurant in Berlin.

 

So wird die Freude über schöne Genüsse in wunderbaren Restaurants zur Vorfreude.

Bleiben Sie gesund.

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