Jakob Strobel y Serra: Geschmackssache, ZS Verlag München, 240 S., 24,99 €

Jakob Strobel y Serra wurde 1966 in Bonn geboren. Er studierte Hispanistik und Geschichte in Berlin und Sevilla. Zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z). kam er 1993. Er wechselte 1997 in das Reiseblatt der F.A.Z. und spezialisierte sich auf Reisereportagen über spanischsprachige Länder und kulinarische Themen. Als Restaurantkritiker der F.A.Z. kennt man ihn seit langer Zeit, außerdem ist er stellvertretender Leiter des Feuilletons. 

Jakob Strobel schreibt in seiner F.A.Z.-Kolumne „Geschmackssache“ über Essen und Trinken in Deutschland. Da lag es wohl nahe, ausgesuchte Texte in einem Buch zusammenzufassen. Herausgekommen ist ein Buch das aus sieben Kapiteln und 54 Restaurantberichten besteht. 

„Aus unserer gastronomischen Diaspora ist ein Schlaraffenland geworden“ so schwärmt der Autor in seinem Vorwort und schlägt eine Brücke von der französischen Klassik bis zur Avantgarde. Mit großer Sachkenntnis, oftmals mit unverkennbarer Detailverliebtheit, aber auch mit Einfühlungsvermögen in die Philosophie der Küchenmeister, berichtet er aus den unterschiedlichsten Restaurants. Den Berichten ist seine Freude an der Sache deutlich anzumerken. Sein Beruf führt ihn in die besten Restaurants Deutschlands und zu seiner eigentlichen Passion. Ein Fein- und Hinschmecker, der wie kaum ein anderer in der Lage ist in Worte zu kleiden, was andere nur fühlen.

Sein Lob wird von Küchenchefs aufgesogen und sein Kommen mit mulmigem Gefühl erwartet. 

Bisweilen geht der Schriftsteller mit ihm durch, wie beispielsweise bei seinem Besuch im Piesporter Restaurant von Thomas Schanz. Dort wähnt er sich auf einem „Geschmacksplaneten, der extraterrestrischen Ursprungs“ zu sein scheint und sieht in Thomas Schanz den „Schöpfer des Planeten“. Bei all der Schwärmerei verliert er sich aber nie im Ungewissen sondern informiert fach- und sachkundig.

Es empfiehlt sich, die Sammlung kurzer Geschichten und Geschichtchen über Restaurants und Menüs immer in der Nähe zu behalten. Es macht nicht nur Spaß die Kolumnen zu lesen, sie sind auch gute Ratgeber für die Auswahl und Einkehr in Deutschlands gehobener Gastronomie. 

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